Verbundene Kirchengemeinden Brome-Tülau und Ehra

Brot für die Welt

Brot für die Welt – die 61. Aktion

 Wir danken herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die im letzten Jahr „Brot für die Welt“ unterstützt haben. Im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen wurden an Kollekten und Spenden in den Kirchengemeinden und als Direktspenden an „Brot für die Welt“ insgesamt: € 96.937,30 aufgebracht! Das ist ein gutes Ergebnis! Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen! Über 1.500 Projekte in mehr als 90 Ländern werden durch das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen aktuell gefördert im gemeinsamen Engagement mit Partnerorganisationen für die Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. Auch in diesem Jahr ist Hilfe für „Brot für die Welt“ angesagt. Und Hilfe wird dringend benötigt. So wie bei den Menschen in Äthiopien. Äthiopien ist nach Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas geworden. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Lande. Sie sind mit einer Vielzahl ökologischer Probleme konfrontiert: Bedingt durch den Klimawandel häufen sich extreme Wetterereignisse, die der Landwirtschaft großen Schaden zufügen. Niederschläge bleiben aus oder fallen stark konzentriert, was zu anhaltenden Dürren sowie schweren Überschwemmungen führt. Ernten und Viehbestände gehen verloren. In der Folge leidet rund die Hälfte der Bevölkerung an chronischer Mangelernährung.Zudem sind große Teile des äthiopischen Waldbestandes in den letzten Jahrzehnten gerodet worden. Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, bleibt vielen Menschen nichts anderes übrig, als Bäume zu schlagen und als Feuerholz zu verkaufen oder Anbauflächen zu schaffen. Auch der Bestand der bis zu 800 Jahre alten Wälder rund um die Kirchen und Klöster des Landes ist in Gefahr. Zusammen mit der Entwicklungsorganisation der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche (EOC-DICAC) setzt sich Brot für die Welt für den Erhalt der Wälder ein. Das Projekt richtet sich an 9.755 Familien in der Umgebung von sieben Kirchenwäldern. Sie sollen durch Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft und in der Tierhaltung in die Lage versetzt werden, ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Zudem sollen sie die Wiederaufforstung unterstützen, denn die Wälder sind wichtige Wasserspeicher, die als Ausgangspunkt für die Wiederaufforstung des Landes dienen können. Während andere noch fragen, was man denn fürs Klima tun sollte, ist man hier schon dabei, Hilfe umzusetzen. Wir freuen uns über Ihre Spende auf das Konto des Kirchenamtes in Gifhorn: Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg BIC: NOLADE21GFW; IBAN: DE88 2695 1311 0011 0000 49   Stichwort: Brot für die Welt.Auch Direktspenden auf das Konto der Bank für Kirche und Diakonie (IBAN: DE10100610060500500500; BIC: GENODED1KDB) oder Onlinespenden (https://www.brot-fuer-die-welt.de/spenden/) sind möglich. Die Kollekten der Gottesdienste am 1. Advent und am Heiligen Abend werden zugunsten von Brot für die Welt gesammelt. 

Nach wie vor ist Hilfe für „Brot für die Welt“ angesagt

Und Hilfe wird dringend benötigt. So wie in Äthiopien, wo die Mekane-Yesus-Kirche den Menschen hilft, mit den schwierigen Lebensbedingungen im äthiopischen Hochland zurechtzukommen – unter anderem durch den Bau von Bewässerungskanälen und Brunnen.
Im kleinen Dorf Anberbir z.B. erhalten die Menschen Hilfe von den Mitarbeitenden der Entwicklungsabteilung der Mekane-Yesus-Kirche, einer Partnerorganisation von „Brot für die Welt“. Anberbir liegt etwa 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Addis Abeba im Hochland Äthiopiens. Auf knapp 3.000 Meter Höhe reifen hier verschiedene Getreidesorten – wenn es Wasser gibt. Die neue Bewässerungsanlage ist ein Lichtblick für die Menschen in Anberbir. Mit der Anlage sollen zukünftig 49 Hektar Ackerland bewässert werden können. Die Dorfbewohner betreiben die Anlage als Genossenschaft und sind auch geschult, um deren Wartung vorzunehmen. Die Entwicklungsabteilung der Mekane-Yesus-Kirche bringt gute Erfahrungen in ähnlichen Projekten mit und ist deshalb vertrauenswürdig.

Auch beim Bau und der Instandhaltung von Brunnen sind die Kleinbauern genossenschaftlich organisiert. So in Doro Ager unweit von Anberbir. Ein für die Nutzung und Pflege des Brunnens ins Leben gerufenes Wasserkomitee sorgt dafür, dass die Wasserqualität regelmäßig überprüft wird und dass nichts von dem kostbaren Nass verschwendet wird. Dank eines mitangelegten Bewässerungssystems haben Kleinbauern mit Unterstützung und Beratung von Entwicklungshelfern der Nord Central Synod der Mekane-Yesus-Kirche Gemüse- und Obstgärten angelegt. Vor allem Hochlandapfelsorten gedeihen an den Hängen und sichern die Existenz der Kleinbauernfamilien.

Wasser fürs Leben – was in unseren Breiten eine Selbstverständlichkeit ist, muss andernorts mühsam erkämpft werden. „Brot für die Welt“ hilft dabei – effektiv und nachhaltig.

Fotos: Brot für die Welt/ Christof Krackhardt
Mit einer Stimme gegen die Armut

Mit der Gründung des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung e.V. reagieren die evangelischen Kirchen in Deutschland und ihre Diakonie auf die Anforderungen einer globalisierten Welt.

Der neue Verein mit Sitz in Berlin führt die Kompetenzen des Diakonischen Werks der EKD, mit seiner Aktion Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, mit denen des Evangelischen Entwicklungsdienstes zusammen. Die internationale Entwicklungsarbeit und die nationale diakonische Arbeit werden auf diese Weise enger miteinander verzahnt, bleiben aber als eigene Werke (Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband) bestehen.

Diese Werke finanzieren sich jeweils eigenständig. Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst finanziert seine entwicklungspolitische Arbeit hauptsächlich aus Kirchensteuermitteln, staatlichen Zuschüssen und Spendenmitteln. Die Abteilung Diakonie Katastrophenhilfe finanziert ihre Arbeit überwiegend aus Spenden und staatlichen Mitteln. Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband bestreitet seine Ausgaben desgleichen eigenständig aus staatlichen und kirchlichen Zuschüssen sowie Mitgliedsbeiträgen und Zinserträgen.

Die Fusion schafft wertvolle Synergien und ermöglicht neue Impulse. Sie lässt die evangelischen Landes- und Freikirchen sowie die Landes- und Fachverbände der Diakonie mit einer Stimme für Menschen eintreten, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden – hierzulande und in aller Welt.